Basisinformationen Kohle

Stein- und Braunkohle werden überwiegend als feste Brennstoffe genutzt, um Wärme durch Verbrennung zu erzeugen. Als Nebenprodukte entstehen dabei Kohlendioxid, Wasserdampf und andere Gase wie Schwefeldioxid. Um Strom zu gewinnen, wird mittels der Wärme Wasserdampf erzeugt, der Turbinen antreibt. Moderne Kohlekraftwerke verfügen über eine Vielzahl von Techniken, um die Schädlichkeit der Abfallprodukte zu beschränken und gleichzeitig die Effizienz des Verbrennungsprozesses zu steigern.

In Deutschland verdanken wir den beiden Brennstoffen knapp die Hälfte des produzierten Stroms. Hier lag der Anteil im Jahr 2007 der Braunkohle bei rund 24 % und bei der Steinkohle bei rund 22 %. Gemessen am Primärenergieverbrauch - dieser umfasst Energie in Form von Elektrizität, Wärme und Kraftstoffen - lag der Anteil der Kohlekraft bei 27 %.

 

Kohlekraftwerke und der Abbau von Braun- und Steinkohle haben große Auswirkungen auf die Umwelt. Ein Großteil der CO2-Emissionen in Deutschland geht auf die Energiegewinnung aus Kohle zurück. In Bezug auf die Versorgungssicherheit ist es aber kaum vorstellbar, dass wir in naher Zukunft auf die Nutzung der Kohle als Energieträger verzichten können. Der Vorteil von Braun- und Steinkohle gegenüber den anderen fossilen Energieträgern Erdgas und Erdöl liegt darin, dass die Reserven wesentlich größer sind.

 

Der Wirkungsgrad durchschnittlicher konventioneller Kraftwerke in Europa liegt bei rund 36 %. Kraftwerksneubauprojekte in Deutschland garantieren mit dem Einsatz modernster Techniken einen Wirkungsgrad von 45-50 %. Bereits heute wird aus einem Kilogramm Steinkohle doppelt soviel Energie gewonnen wie noch vor 50 Jahren.

 

Eine viel versprechende Technik ist die so genannte CO2-Sequestrierung: die Abscheidung von CO2 während der Kohleverbrennung. Dabei wird das Treibhausgas verflüssigt und kann unterirdisch in tiefen geologischen Schichten gelagert werden.
Bei dieser Technik bedarf es in der Zukunft noch erheblichen Forschungsbedarfs. Erste Modellprojekte dazu laufen bereits in Deutschland.

Weiterführende Links

Der Gesamtverband Steinkohle informiert zum Thema unter
http://www.gvst.de/

Das Institut für angewandte Umweltforschung „Katalyse“ stellt ein umfangreiches Umweltlexikon zur Verfügung unter
http://www.umweltlexikon-online.de

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